Eine Neid, die für unser Volk so typisch ist, haben in den letzten Wochen Berichte über Lohnerhöhungen bei der Firma Škoda Auto geweckt. Die Medien schrieben von 20 %, was letztlich nicht ganz der Wahrheit entspricht, aber im Großen und Ganzen spielt das eigentlich keine Rolle. Die Mitarbeiter unseres nationalen Automobilherstellers haben auf jeden Fall deutlich mehr verdient und wurden gleichzeitig reichlich für ihre aufopferungsvolle Arbeit belohnt. Denn die Arbeit bei diesem Automobilhersteller ist auch nicht unbedingt ein Zuckerschlecken. Versuchen Sie mal, stundenlang am Fließband zu stehen, wo die Produktion mit absoluter Präzision laufen muss, oder sich bei Besprechungen mit den Managern zu streiten. Der einfache Arbeiter hat es bei der Arbeit nicht leicht und pendelt oft auch ziemlich weit zur Arbeit, also gönnen wir ihm die paar Tausend.

Auch andere Unternehmen und Firmen sind zu Gehaltserhöhungen gezwungen, und so kann sich ein großer Teil der Beschäftigten über das gesamte Spektrum der Arbeitspositionen hinweg freuen, sich die Hände reiben und Pläne für den diesjährigen Urlaub schmieden. Der Wettbewerb verschärft sich und die Firmen werben um ihre Fachkräfte. Um sie dazu zu bewegen, ihren bisherigen Arbeitgeber zu verlassen oder im Gegenteil zum Bleiben zu bewegen, müssen sie etwas Besonderes bieten. Das ist in erster Linie eine Gehaltserhöhung oder eine zusätzliche Prämie für gute Arbeit, das Erreichen der gesetzten Ziele und Ähnliches. Oder andere, nicht monetäre Boni, die für die Mitarbeiter attraktiv sind.

Man fragt sich also, wie weit die Gehälter eigentlich noch steigen können und wie lange das wohl noch so weitergehen kann. Die goldene Ära kann nicht ewig dauern, und irgendwo lauert sicherlich schon die nächste Wirtschaftskrise, um uns den Wind aus den Segeln zu nehmen. Denn den Menschen mangelt es traditionell an Bescheidenheit, und die Ansprüche einiger sind wirklich mehr als übertrieben. Zumindest im Hinblick auf ihre Erfahrung und Fachkompetenz. Jeder möchte alles haben, und unser Drang, Geld zu verschwenden, kennt keine Grenzen. Wer klug ist, denkt an einen Ausweg und nutzt den gegenwärtigen Wohlstand, um sich für die Zukunft abzusichern, in der es uns vielleicht nicht mehr so gut gehen wird. Es ist eine Notwendigkeit, genügend Kapital anzusparen.