Katzen begleiten den Menschen schon seit Tausenden von Jahren. Sie wurden wahrscheinlich bereits 2.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung domestiziert und sind nach Hunden die zweitbeliebtesten Tiere, die wir in unseren Häusern halten.

Beschützerinnen und Göttinnen
Zu Beginn ihres Zusammenlebens mit den Menschen waren die kleinen Raubtiere vor allem Beschützerinnen der Ernte vor Nagetieren. Aber an manchen Orten wurden sie verehrt und hatten sogar einen Platz unter den Göttern. Die alten Ägypter beispielsweise sahen in der Katze eine Manifestation der Göttin Bastet.

Liebevolle Heilerinnen
Sie sind niedlich, flauschig und wir streicheln sie sehr gerne. Vorausgesetzt, sie sind in der richtigen Stimmung. Und das tun wir gut! Denn es ist gut für unsere Gesundheit. Wenn wir eine Katze streicheln und knuddeln, schnurrt sie, was beruhigend und gesund für sie und für uns ist. Sie befreit uns von Stress, senkt den Blutdruck und die Herzfrequenz. Außerdem verbessert sie unsere psychische Verfassung. Angeblich sind wir dann freundlicher und einfühlsamer gegenüber anderen. Wenn eine Katze an ihren Besitzer gewöhnt ist, merkt sie, wenn er traurig ist oder Schmerzen hat, und hilft ihm. Sie kommt herbei, um sich zu uns zu setzen und sich streicheln zu lassen. Es gibt angeblich sogar Fälle, in denen Katzen, ähnlich wie Hunde, vor einem bevorstehenden Schlaganfall oder Herzstillstand gewarnt haben.
Katzen im Café
Die Idee, Katzen in einem Café unterzubringen, soll 1998 von einem Besitzer eines solchen Lokals in Taiwan gekommen sein. Sie sollten eine Attraktion sein, um die Besucherzahlen im Lokal zu steigern. Und das ist ihm gelungen, sodass sich die Idee „durchgesetzt“ hat. In Japan erfreuen sich diese tollen Einrichtungen großer Beliebtheit. Die Menschen dort mögen Katzen, aber sie leben dort auch in dichter Besiedlung und kleinen Wohnungen. In diesen ist es oft nicht möglich, Tiere zu halten. Deshalb kommen sie gerne ins Café, um sich an den Kätzchen zu erfreuen. Das erste japanische Lokal wurde 2004 eröffnet. Diese „Modewelle“ schwappte weiter nach Singapur und Thailand über. In Europa gab es das erste Katzencafé in Wien, wo es 2012 eröffnet wurde. Modetrends kehren oft zurück. In Wien sagt man, dass es dort bereits in der Vergangenheit ein solches Café gab. Und im Jahr 1912 besuchte es auch Wladimir Iljitsch Lenin gerne. Wahrscheinlich suchte er hier Ruhe, da er sich in Wien im Exil befand.

Katzencafés bei uns
„O chlup lepší“-Cafés finden wir in Prag und in Brünn. Und dann auch in jeder größeren Stadt. Eine aktuelle Übersicht ist im Internet verfügbar. Jeder „Katzenliebhaber“ wird hier sicher schnell sein Lieblingscafé finden. Und vor allem bald besuchen!