Leben Das Leben in einem Frauenhaus ist für viele Frauen und Kinder eine noch schlimmere Erfahrung als die häusliche Gewalt selbst. Wenn eine Frau einmal in einem Frauenhaus gelandet ist, ist es sicherlich wünschenswert, dass sie so schnell wie möglich eine würdige Unterkunft für sich und ihr Kind oder ihre Kinder findet. Das ist sicherlich nicht einfach. Oft erhält die Frau keinen Unterhalt von ihrem ehemaligen Ehemann, befindet sich entweder im sogenannten Mutterschaftsurlaub oder ist sehr oft arbeitslos. Sie ist auf Sozialleistungen angewiesen, was für den Start ins Leben sicherlich nicht optimal ist.
Wie soll man neu anfangen? Manchmal kommen sich zwei Frauen in einem Frauenhaus so nahe, dass sie beschließen, gemeinsam eine Wohnung zu mieten. Dabei handelt es sich nicht um eine Partnerschaft im lesbischen Sinne, sondern um eine Freundschaft, die auf gesundem Pragmatismus basiert. Machen wir uns bewusst, welche Frauen normalerweise in Frauenhäusern leben. Zum einen sind es notorische Bewohnerinnen, die im Grunde genommen mit ihren Kindern von einem Frauenhaus zum nächsten ziehen und eigentlich gar nicht den großen Willen haben, ihre Situation zu ändern. Oft handelt es sich um problematische Frauen, die drogen- oder alkoholabhängig sind. dann gibt es sehr unterwürfige Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind und nicht viel Entschlossenheit haben, neu anzufangen, und dann gibt es einige stärkere Frauen, die eine enorme Motivation haben, neu anzufangen.
Neuanfang in einer Wohngemeinschaft
Wenn zwei so entschlossene Frauen beginnen, in einem gemeinsamen Haushalt zu leben, ist dies ein weiterer sinnvoller Schritt auf ihrem Weg zur Unabhängigkeit. Sie können sich gegenseitig auf äußerst wertvolle Weise helfen
- Sie zahlen gemeinsam die Miete, wodurch sie mit einem begrenzten Budget auskommen oder sogar etwas sparen können.
- Sie haben eine Kinderbetreuung gesichert. Sie können gegenseitig auf ihre Kinder aufpassen, was ihnen ermöglicht, sich in den Arbeitsprozess zu integrieren.
- Beide kennen die gleichen Probleme, die für die meisten Menschen unvorstellbar sind, wodurch sie sich gegenseitig sehr gut unterstützen können.
- Frauen, die die Erfahrung von Frauenhäusern gemacht haben, haben in der Regel kein familiäres Umfeld. Dies ist für diese Frauen und vor allem für ihre Kinder eine gewisse Kompensation für die unvollständige Familie.